Lampen mit Schwarm-Intelligenz

Rund um Licht am Arbeitsplatz: drei Fragen an Verena Schill

Was zeichnet ein zeitgemäßes, intelligentes Beleuchtungskonzept am Arbeitsplatz aus?

„Um sich wohlzufühlen und effizient arbeiten zu können, sollte man nicht nur auf ausreichende Helligkeit achten. Wichtig sind auch Funktionalität und Atmosphäre der Beleuchtung. Während Arbeitsplätze eher in kühlen Farbtemperaturen beleuchtet werden, sind in Rückzugs- oder Lounge-Bereichen wärmere Lichtfarben angenehm. In offenen Büros kommt dem Licht daher auch eine leitende, den Raum zonierende Funktion zu. Mit einer Deckenleuchte erziele ich eine flächige Ausleuchtung, eine Stehleuchte hat eher einen wohnlichen, atmosphärischen Charakter. Und eine Tischleuchte sollte man individuell auf die aktuell ausgeführte Tätigkeit am Arbeitsplatz ausrichten können.“

Wie finde ich die für mich passende Leuchte?

„Die optimale Herangehensweise beginnt mit der Lichtberechnung – entweder mit einer Messung am bereits möblierten Arbeitsplatz, der mit einer neuen Beleuchtung ausgestattet werden soll, oder durch eine virtuelle Simulation am Computer noch im Planungsprozess einer neuen Räumlichkeit. Wir messen die Lichtstärke, die auf der Schreibtischoberfläche auftrifft. Um ein gesundes Arbeiten mit optimalem Sehkomfort zu gewährleisten, sollten im Sehbereich 500 Lux gemessen werden. Aus unserem großen Spektrum kann der Kunde dann die optimale Leuchte aussuchen. Vom reduzierten Design bis hin zu ausgefallenen Freiformen ist alles möglich. So kann die Beleuchtung harmonisch ins Gesamtkonzept integriert werden.“

Welche technologischen Entwicklungen finden Sie besonders empfehlenswert?

„Ihre ständige Weiterentwicklung macht LED-Leuchten aus energetischer Sicht sehr interessant. Außerdem gibt es Lichtsysteme, die mittels Sensoren auf den natürlichen Tageslichteinfall reagieren – das ist gerade in den dunklen Wintermonaten eine Wohltat, die die Effizienz am Arbeitsplatz nachweislich steigert. Und natürlich die Schwarmtechnik:  Dabei werden Leuchten gruppiert, sie kommunizieren per Funksignal untereinander und reagieren auf verschiedene Szenarien. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Ein Mitarbeiter arbeitet am Abend etwas länger und sitzt allein im Großraumbüro. Seine Leuchte leistet die für ihn optimalen 500 Lux, die anderen werden aber nicht etwa ausgeschaltet, sondern auf energiesparende 30 Prozent gedimmt. So behält der Raum eine Grundbeleuchtung und der Mitarbeiter findet ein angenehmes Arbeitsumfeld vor.“

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